Projektdauer01.10.06 – 31.12.08
EinrichtungFakultät 3 - Sonderpädagogik
InstitutInstitut für sonderpäd. Förderschwerpunkte
Kurzinhalt
Das innovatorische Praxismodell BEATSTOMPER mit sozial benachteiligten Jugendlichen und Studierenden wird in seinem Verlauf und in Auswirkungen auf die Personen untersucht. In ethnographischen Feldstudien werden verschiedene Untersuchungsmethoden - Videodokumentation im Split-Screen-Verfahren, Fragebögen, standardisierte und freie Protokolle, Interviews - erprobt, auf Ihre Eignung als Untersuchungsinstrumentarium geprüft, korreliert und interpretiert. Untersucht werden in den Proben- und Auftrittssituationen insbesondere die Entwicklungen der Jugendlichen auf der Ebene der Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz.
Zur Projektpraxis: Es werden Musik-, Tanz- und Theaterspektakel mit Schrott, Fässern, Holzkisten und anderen Alltagsmaterialien inszeniert. über das dynamische und gleichzeitig strukturierende Potential von Rhythmus in Kombination mit der nonkonformistischen und provokativen Verfremdung von Alltagsmaterialien lässt sich bei den jugendlichen Teilnehmern ein hohes Maß an Aktivierung herstellen. Neben den Proben wird mit BEATSTOMPER über Auftritte öffentliche Präsenz hergestellt. Damit soll einerseits überprüft werden, ob eine Produktorientierung für die Motivation und die Entwicklung der Jugendlichen von Vorteil ist. Andererseits soll einer gesellschaftlichen Stigmatisierung Jugendlicher aus Randgruppen entgegengewirkt und eine Reputation der Jugendlichen hergestellt werden.
Das Interesse beruht vornehmlich auf Jugendlichen und Jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren, die von den üblichen Jugendkulturangeboten nur schwer erreicht werden. kooperationen bestehen mit Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen und der Jugendgerichtshilfe, die delinquenten Jugendlichen anstelle von Arbeitsstunden eine Teilnahme am Forschungsprojekt verordnet.