Dissertation
Fakultät 2 - Kultur- und Naturwissenschaften - Institut für Naturwissenschaften und Technik

Die Wertschätzung lokaler Biodiversität mit Geogames fördern - die Bedeutung von spielbezogenem Enjoyment im Spiel "FindeVielfalt Simulation"
Status:abgeschlossen
Kurzinhalt:Der Schutz und die nachhaltige Nutzung lokaler Biodiversität sind wichtige Grundlagen für das menschliche Wohlergehen und wurden in der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt als Ziele festgeschrieben. Lokale Biodiversität spielt im Alltag von Jugendlichen jedoch kaum eine Rolle. Um die Wahrnehmung und Wertschätzung lokaler Biodiversität bei Jugendlichen zu fördern, wurde im Rahmen des Projekts „Finde Vielfalt – Biodiversität erleben mit ortsbezogenen Spielen (BioDiv2Go)“ das Geogame „FindeVielfalt Simulation“ (FVS) im Rahmen einer Educational Design Research Studie entwickelt und evaluiert. Das Geogame FVS ist ein ortsbezogenes digitales Spiel für Smartphones, das die reale mit einer virtuellen Welt verbindet. Die Spieler tauchen in eine Spielerzählung ein, navigieren mit GPS im realen Naturraum und lösen dort verschiedene Aufgaben, die zur Entdeckung der Natur anregen. Der Einsatz des Smartphones ermöglicht durch die Einbettung von Videosequenzen, Simulationen und einem unmittelbaren Feedbacksystem beim Lösen der Aufgaben einen exklusiven Lernzugang, den es ohne die Technologie nicht gäbe. Die ortsgebundenen Aufgaben garantieren dabei die Naturkontakte und die Auseinandersetzung mit der konkreten lokalen Biodiversität. Das Hauptanliegen dieser Studie ist, die Bedeutung des spielbezogenen Enjoyments innerhalb der Wirksamkeitsanalyse des Geogames „FindeVielfalt Simulation“ (FVS) zu erforschen. Die theoriegeleitete Entwicklung und evidenzbasierte Überprüfung des Geogames FVS und des Rahmenmodells wird in mehreren Design- und Evaluationszyklen vollzogen und ausführlich dargestellt. Die Ergebnisse der Interventionsstudie zeigen, dass durch die Nutzung des Geogames FVS bei den jugendlichen Spielern das biodiversitätsbezogene Wissen zunimmt und die Naturverbundenheit steigt. Das spielbezogene Enjoyment beeinflusst dabei die Steigerung der Naturverbundenheit positiv. Der spielbezogene Ansatz mit den Smartphones stellt in diesem Fall einen Mehrwert dar. Geschlechtereffekte können nicht festgestellt werden. Alterseffekte zeigen sich bereits bei den Einstiegswerten vor der Intervention in den Dimensionen Wissen und Naturverbundenheit. Für die Steigerung der Naturverbundenheit zeigt sich ein signifikanter Effekt beim sozioökonomischen Status. Demnach profitieren hier besonders die Jugendlichen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status. Da die Studie eine Feldstudie darstellt, sind die Ergebnisse nicht generalisierbar. Sie zeigen aber für die Stichprobe bedeutsame Effekte. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen werden aus dieser Studie auch praxisrelevante Designkriterien für die Entwicklung ortsbezogener digitaler Spiele abgeleitet. Im Rahmen des Educational Design Research Ansatzes wurden während des gesamten Prozesses sowohl Experten der verschiedenen wissenschaftlichen Bereiche als auch Experten der pädagogischen Praxis wie auch die Jugendlichen selbst einbezogen. Dadurch werden die wissenschaftliche Strenge und Gültigkeit und auch die praktische Relevanz der Studie sichergestellt.
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Qualifikationsarbeiten im Projekt:Dissertation:
Schaal, Sonja (2017). Die Wertschätzung lokaler Biodiversität mit geogames fördern - die Bedeutung von spielbezogenem Enjoyment im Spiel "FindeVielfalt Simulation"
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Projektdauer:01.03.2014 bis 27.04.2017
Mitarbeitende:


In Zusammenarbeit mit:Sonja Schaal
Prof. Dr. Armin Lude (Erstbetreuer)
Prof. Dr. Marcus Schrenk (Zweitbetreuer)
Prof. Dr. Christian Spannagel (externer Gutachter)
Vorträge:
Schaal, So., Schaal, St. & Lude, A. (2017). Geogames to foster the valuing of local biodiversity – effects for distinct students. Conference of the European Science Education Research Association (ESERA) 2017, Dublin.
Schaal, Sonja, Lude, Armin, Schaal, Steffen (2015). Pädagogische Fachkräfte als Gelenkstelle zwischen Forschung und Praxis - eine qualitative Studie zur Inwersetzung lokaler Biodiversität durch Geogames. In In U. Gebhard, M. Hammann & B. Knälmann (Hrg.), Abstractband – Bildung durch Biologieunterricht. 20. Internationa
Schaal, Sonja, Haas, Anabel, Lude, Armin, Schaal, Steffen (2015). BioDiv2Go - theoretical model and scale development to measure the valuation of biodiversity in location-based Geogames. Conference of the European Science Education Research Association (ESERA) 2015, Helsinki. Verfügbar unter: http://www.esera2015.org/materials/proposal-vie
Publikationen:
Schaal, So., Schaal, S., Lude, A. (2015). Digital Geogames to foster local biodiversity. International Journal for Transformative Research, 3(1), 16-29.
Schaal, So., Schaal, St. & Lude, A. (im Druck). BioDiv2Go – Does the location-based geogame „FindeVielfalt Simulation“ increase the valuing of local biodiversity among adolescent players? In N. Gericke & M. Grace (Eds.). Proceedings of the European Researchers in Didactics of Biology (ERIDOB) 2016, Karlstad Sweden, im Druc
Schaal, S, Otto, S, Schaal, S & Lude, A (2018). Game-related enjoyment or personal prerequisites – which is the crucial factor when usinggeogames to encourage adolescents to value localbiodiversity. International Journal of Science Education, Part B, DOI 10.1080/21548455.2018.1441571
Schaal, Sonja (2017). Die Wertschätzung lokaler Biodiversität mit Geogames fördern - die Bedeutung von spielbezogenem Enjoyment im Spiel „FindeVielfalt Simulation“. Aus: https://phbl-opus.phlb.de/frontdoor/index/index/docId/523
Verweise auf Webseiten:
Projekthomepage
Keine
Angehängte Dateien:
Keine
Erfasst von Dr. Sonja Schaal am 22.03.2018
Zuletzt geändert von Dr. Sonja Schaal am 22.03.2018
    
Projekt-ID:446