„Förderung des Lebensweltbezugs im Geographieunterricht durch problem- und anwendungsbezogene Aufgabenformen“
Dissertation - Fakultät 1 - Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften - Institut für Sozialwissenschaften
Status:aktuell laufendes Vorhaben
Kurzinhalt:1. Zusammenfassung:

Um den Schüler*innen die Verbindung des Geographieunterrichts zu ihrer alltäglichen Lebenswelt zu verdeutlichen, sollten Unterrichtsgegenstände möglichst problemorientiert, situiert und kontextualisiert behandelt werden, wie das auch bei der Methode „Planen und Entscheiden mit Karten“ der Fall ist. In Verbindung mit der fachsystematischen Verankerung innerhalb des Lehrplans wird den Schüler*innen durch das kontextbezogene Lernen dabei verdeutlicht, weshalb das Erlangen einer Kompetenz auch über das jeweilige Unterrichtsgeschehen hinaus von Bedeutung ist. Ziel ist es dabei die Motivation der Lerngruppe in Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand zu erhöhen (vgl. Parchmann und Kuhn 2018, S. 194). Unter dem Überbegriff „Naturwissenschaft im Kontext“ wurden in diesem Sinne Projekte in den Fächern Biologie, Chemie und Physik durchgeführt, die der Frage nachgingen, wie sinnstiftender und alltagsnaher Unterricht in den Naturwissenschaften gelingen kann (vgl. ebd.).
Auch der anwendungsbezogenen Methode „Planen und Entscheiden mit Karten“ liegt das Ziel zugrunde, dass der Geographieunterricht von den Schülerinnen und Schülern nicht lebensweltfern gesehen werden soll, sondern bei der Unterrichtsplanung Elemente gewählt werden, die unmittelbar an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler anknüpfen, indem sie gesellschaftliche Bezüge besitzen oder für die berufliche Perspektive der Schülerinnen und Schüler relevant sind (vgl. Parchmann, I. et al. 2008, S. 12).

Inwiefern problem- und anwendungsbezogene Aufgaben, wie die Methode „Planen und Entscheiden mit Karten“, dazu beitragen können den Unterricht für die Schülerinnen und Schüler kontextbasiert, lebensweltbezogener zu gestalten und wie die Schülerinnen und Schüler dies selbst einschätzen, soll im Zentrum der geplanten Dissertation stehen.

2. Zielsetzung:

Ziel der geplanten Dissertation ist es, die Potentiale von problem- und anwendungsorientierten Aufgabenformen für einen größeren Lebensweltbezug des Geographieunterrichts am Beispiel der Methodenkombination „Planen und Entscheiden mit Karten“ zu untersuchen und ausgehend davon zu erheben, wie die Schüler*innen den Lebensweltbezug des Geographieunterrichts allgemein wahrnehmen.

3. Literatur:

Gryl, I. (2016): Reflexive Kartenarbeit. Eine Einleitung und Gebrauchsanregung zu diesem Band. In: Gryl, I. (Hrsg.): Reflexive Kartenarbeit. Westermann, Braunschweig, S. 5-23.

Parchmann, I., Ralle, B. und Di Fuccia, David-S. (2008): Entwicklung und Struktur der Unterrichtskonzeption Chemie im Kontext. Erschienen in: Demuth, R., Gräsel, C., Parchmann, I. und Ralle, B. (Hrsg.) (2008): Chemie im Kontext – Von der Innovation zur nachhaltigen Verbreitung eines Unterrichtskonzepts. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann, S. 9-47.

Parchmann, I. und Kuhn, J. (2018): Lernen im Kontext. Erschienen in: Krüger, D., Parchmann, I. und Schecker, H. (Hrsg.): Theorien in der naturwissenschaftsdidaktischen Forschung. Berlin: Springer, S. 193-208.

Renkl, A. (1996): Träges Wissen- wenn Erlerntes nicht genutzt wird. Erschienen in: Psychologische Rundschau, 47 (1996) 2, Göttingen/ Bern, S. 78-92.

Schuler, S., Vankan, L., Rohwer, G. (2017): Diercke Methoden 1- Denken lernen mit Geographie. Westermann Verlag, Braunschweig.


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Projektdauer:13.07.2021 bis 13.07.2024
Projektbeteiligte:
Prof. Dr. Schuler, Stephan (Betreuung) [Profil]
Zeeb, Marc [Profil]


Verweis auf Webseiten:
Projekthomepage
keine
Angehängte Dateien:
keine
Erfasst von Marc Zeeb am 17.03.2022
Zuletzt geändert von Prof. Dr. Laura Martignon am 21.03.2022
    
Projekt-ID:509